gewünschtestes wunschkind-buch

wunschkindREZENSION Beim Lesen habe ich die ganze Zeit das Bedürfnis verspürt, es einfach jedem Menschen auf der Welt zu schenken – egal, ob er Kinder hat, sich niemals welche wünscht oder vielleicht erst in 20 Jahren. Dieses Buch muss einfach ein Jeder gelesen haben und sollte in meinen Augen zur absoluten Pflichtlektüre ever auserkoren werden. Eigentlich sagt das schon wirklich alles Nötige über das Buch aus und meine Rezension könnte an dieser Stelle bereits mit den Worten: UNBEDINGT KAUFEN zu Ende sein. Da ich jedoch auch gerne den letzten Leser unseres Blogs von dem Kauf dieses Buches überzeugen möchte, gebe ich euch doch noch einen kurzen Überblick über den Inhalt.

Den Gewünschtestes Wunschkind-Blog von Danielle und Katja kennt sicherlich inzwischen jeder von Euch. Ich verschlinge eigentlich alle Artikel der beiden und mittlerweile ist ihr Blog zu einem besonderen wunschkind3Nachschlagewerk für mich geworden. Es geht im Allgemeinen um einen bindungs- und bedürfnisorientierten Umgang mit unseren Mini-Menschen, insbesondere aber um Lösungen, um entspannter durch die Autonomiephase zu kommen. Jene Phase, die so oft und fälschlicherweise als Trotzphase bezeichnet wird, bringt uns Eltern im Alltag nämlich wirklich oft an unsere Grenzen. Manchmal löst sie in uns eine matte Hilflosigkeit aus, so dass wir unter Umständen mit Schreierei, Strafen und Konsequenzen versuchen „Herr der Lage“ zu werden. Hinzu kommen dann sowieso noch gut gemeinte Ratschläge von Freunden, Bekannten und Verwandten mit eher veralteten Erziehungsansichten oder – noch schlimmer – von furchtbar distanzlosen, verschrobenen Passanten auf der Straße. Alles schon dagewesen!!!

DAS GEWÜNSCHTESTE WUNSCHKIND ALLER ZEITEN TREIBT MICH IN DEN WAHNSINN

DER ENTSPANNTE WEG DURCH TROTZPHASEN

Am Anfang wird es tatsächlich ein bißchen theoretisch, aber keine Angst – es ist keine schwere Kost! In „Die Wut der Kinder“ geht es um den Aufbau und die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Es ist einfach nur wahnsinnig spannend ein kleines bißchen in die Neurologie abzutauchen, ohne dass man jedes zweite (Fremd-)Wort nachschlagen muss und doch zu schnell aufgibt, weil man eh nur Bahnhof versteht. Der Leser erfährt in einfachen Worten, dass Mini-Menschen-Kinder, die in Wut geraten, es nicht tun, um uns auf eine Probe zu stellen, Grenzen auszutesten oder um uns schlichtweg zu ärgern. Wir erfahren, dass ihr Gehirn einfach noch nicht weit genug entwickelt ist, sie ihre eigenen Gefühle in dieser Phase erst kennenlernen und einordnen müssen, bevor sie wunschkind2empathisch mit Mitmenschen sein können. Wenn zu der kindlichen Wut dann noch „Die Wut der Eltern“ kommt, haben wir oft schon eine explosive Mischung. Das zweite Kapitel des Buches beschäftigt sich deshalb mit uns Eltern, die wir wiederum mit Wut auf unsere Kinder reagieren. In Stress verfallen wir eben, wenn wir keine Alternativen zur Hand haben, in alte Muster. Das sind meistens Erfahrungen aus unserer eigenen Kindheit mit den Nachwehen unserer eigenen Erziehung von vor zig Jahren. Die will ja eigentlich keiner von uns zurück. Wenn wir nicht aufpassen, sind sie aber schneller da als uns lieb ist. Das Kapitel macht unbedingt Mut, Wege abseits der klassischen Erziehung mit festen Grenzen und strenger Konsequenz zu gehen.

Im Praxisteil „Übersetzungshilfen für Eltern kleiner Wutwichtel“ und „Tipps und Tricks für einen entspannten Alltag“ beschreiben die Autorinnen Katja und Danielle sehr anschaulich und verständlich, was hinter frechen Antworten geben, provozierendem Lächeln oder dem „einfach nicht hören“ stecken kann und wie wir besser mit diesen konfliktträchtigen Situationen umgehen, ohne in einen Machtkampf zu geraten. Es geht auch darum, wie man die wunschkind4eigenen Nerven beruhigt und das Kind gleich mit. Ein besonders großer Fokus liegt dabei auf der Kooperation, die wir uns den lieben langen Tag von unseren Kindern wünschen – ganz selbstverständlich natürlich. 😉

Und am Ende des Gewünschtestes Wunschkind-Buches gibt es sogar noch eine „Schnelle Hilfe für akute Trotzanfälle“ – so zum Nachschlagen, wenn das Mini-Menschen-Kind Mals wieder nicht ins Bett will, Treppen laufen nicht in Frage kommt oder der Kinder-Quengel-Zone im Supermarkt alle Ehre macht. Übrigens ist das gesamte Buch gespickt mit persönlichen Erfahrungs- und Erlebnisberichten. Es fühlt sich für mich immer erleichternd an, dass nicht nur wir im Moment diverse Probleme haben, sondern es allen Eltern mit Kindern in der Autonomiephase da gleich geht. Für diese beschriebenen Fälle bietet das Buch sogar konkrete Lösungsideen und -vorschläge.

Und wer von euch jetzt echt noch nicht überzeugt ist, der liest die ausführliche Vorstellung der einzelnen Kapitel auf dem Blog von Katja und Danielle. Danach aber echt ab in den Buchladen! Oder habt ihr es bereits?

[Für diese Empfehlungen erhalte ich Null-Komma-Nix. Das Buch habe ich absolut gerne selbst gekauft und sogar über den Afiliate-Link auf dem Wunschkind-Blog bestellt.]

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