was ich mir für 2018 vornehme

ALLTAGSGESCHICHTE Ich nehme mir eigentlich schon seit Jahren keine guten Vorsätze mehr für das jeweils kommende Jahr vor. Ja, ja. Die meisten von uns sollten sich noch gesünder ernähren und etwas mehr Sport treiben. Sie sollten sich für sich selbst mehr Zeit nehmen und vielleicht auch für die Qualitytime mit dem Partner. Sie wollen mehr lesen und mehr reisen. Das alles und noch viel mehr trifft natürlich auch irgendwie auf mich zu. Das alles sollte auch ich tun. Die Betonung liegt auf sollte. Das sagt mir nämlich meine Vernunft. Mein Bauchgefühl und mein Herz sagen genau das aber schon seit Jahren nicht unbedingt, denn sonst hätte ich doch all‘ die Jahre diese ganzen ewig währenden Vorsätze umgesetzt – und zwar nicht nur phasenweise, sondern dauerhaft! Ich glaube nämlich, dass alle guten Vorsätze nichts nützen, wenn man es nur macht, weil es besser, gesünder oder sinnvoller wäre. Wenn man Dinge nur macht, weil der Kopf JA sagt.

der bloggerAdventskalender

Nun mache ich allerdings mit beim Bloggeradventskalender der lieben Janina von Filea und jeder von uns 24 Bloggerinnen darf sich „5 Dinge, die sie für sich tun und umsetzen möchte“ überlegen und darüber schreiben. Fast alle Bloggerkolleginnen schreiben über mehr Me-Time und darüber, dass sie mehr Zeit mit dem Partner verbringen wollen – ohne Kinder. Damit kann ich allerdings nicht aufwarten. Vielleicht bin ich wirklich etwas anders, aber ich habe nicht das Bedürfnis nach mehr Zeit für mich selbst. Ich komme gerade mal auf einen einzigen Wunsch für mich selbst, der aber am Ende auch nicht nur mich betrifft. Mein Vorsatz für das kommende Jahr: Ich möchte in 2018 noch mehr für mich einstehen! Seit dem unsere Frieda auf der Welt ist, bin ich schon zu einem ziemlich anderen Menschen geworden. Früher war ich eher der Typ „Ja-Sager“. Meine Meinung und meine Wünsche waren mir selbst vor anderen nie wichtig genug. Ich hab‘ oft das mitgemacht, was andere wollten, was man eben so machte. In Diskussionen habe ich nur selten meine Meinung vertreten, mich lieber rausgehalten. Nun kam da vor 3 Jahren ein Wesen in mein Leben, das meinen Fokus komplett geändert hat. Es ist ein Wesen, für das ich alles tun würde. Ein kleines Wesen, welches mir wichtiger ist als alles andere auf dieser Welt. Und für dieses Wesen und dessen Wohlergehen reiße ich Bäume aus, versetze ich Berge und kämpfe auf allen Ebenen. Und weil ich so sehr für dieses Wesen einstehe, so stehe ich auch endlich immer mehr für mich ein. Angefangen hat alles mit meiner Art mit Frieda umzugehen, ihr bedürfnisorientiert und auf Augenhöhe zu begegnen. Bei vielen Verwandten und Bekannten wurde meine Umgangsweise entweder kritisiert oder müde belächelt. Und trotzdem machte ich, was ich für gut, richtig und wichtig hielt.

nur noch machen, was mir gut tut

Ich lebe und liebe so, wie ich es will und ich mache nur noch, was mir gut tut. Neulich sagte meine Nachbarin ganz lieb zu mir, dass ich es ja jetzt auch mal, weil es mit unserer „Baby“Sitterin so gut liefe, abends probieren könnte. Ich entgegnete (glaube ich) sehr entschieden, dass ich das nicht will. Nicht, weil ich ihr nicht vertraue oder ich Angst habe, sondern einfach, weil ich nicht möchte. Ich brauche das Abends-Ausgehen nicht und das sage ich inzwischen auch. Für viele Menschen in meiner Umgebung klingt das komisch. Ist es vielleicht auch, aber ich stehe dazu. Ich stehe zu mir. Ich will nicht! So war es auch mit der Weihnachtsfeier unseres Kollegiums. Ein Tisch war reserviert und man sollte sich in eine  Liste eintragen, wenn man nicht teilnehmen konnte. Ich konnte, aber ich wollte nicht. Muss ich, weil es zum guten Ton gehört? Nein. Ich muss nicht. Also, schrieb ich meinen Namen auf die Liste und wurde prompt gefragt, was denn los sei. Für die meisten Kollegen klang meine Begründung komisch. Ist es vielleicht auch, aber ich stehe dazu. Ich stehe zu mir. Ich wollte nicht!

Und so will ich in 2018 einfach noch öfter meine Meinung sagen und sagen, was ich denke. Ich möchte in 2018 noch mehr für mich und meine Art mit Frieda umzugehen einstehen. Ich möchte noch öfter „Nein“ sagen (natürlich nur, wenn mir nach einem „Nein“ ist) und öfter wirklich nur das machen, wozu ich Lust habe und was mir gut tut. Das waren doch 5, oder? Noch mehr Vorsätze findet ihr im großen Bloggeradventskalender von FILEA. 5 Vorsätze von gestern gibt’s auf dem Blog Noch so ne Mutti und 5 von morgen bei Simplylovelychaos.

Nimmst du dir für das kommende Jahr etwas vor? Wenn ja, magst du davon erzählen?

1 Comment

  • Richtig richtig klasse! Du machst das genau richtig! Ich möchte das auch immer mehr lernen und auch umsetzen. Alles Liebe dir für das kommende Jahr und ich wünsche dir, dass du es noch mehr für dich erreichen kannst!
    Alles Liebe 🙂

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