leben und leben lassen

leben1ALLTAGSGESCHICHTE Es geht wieder rum. Auch auf unserer Facebookseite habe ich vor ein paar Wochen mal rumgefragt, was ihr euren Mini-Menschen-Kindern eigentlich so zu Ostern schenkt. Gibt es viel oder gibt es eher wenig? Gibt es Geschenke oder „nur“ Eier und Süßkram. Die Antworten der einzelnen Familien hätten unterschiedlicher nicht sein können und für jeden Geschmack war etwas dabei. Ich selbst habe mir tatsächlich die ein oder andere Idee von euch gemopst, denn genau so sollte es in meinen Augen nämlich auch sein. Der Austausch mit anderen Mamas und Papas bringt mir, egal zu welchem Thema, jedenfalls immer ganz gute Tipps und Ideen und meistens kann man noch von den wertvollen Erfahrungen anderer profitieren. Und manchmal reicht einem ja auch sogar schon ein: „Ich weiß, wie du dich gerade fühlst.“ Ich finde das ganz wunderbar und möchte meine ganze Bubble nicht missen. Eines liegt mir aber sehr am Herzen…

mein LEben ist gut, deins aber auch

leben2Natürlich passt nicht immer jede Lebenseinstellung eines anderen Menschen auch gut zu einem selbst. Manche Ansichten und Meinungen lehnt man sogar kategorisch ab. Das ist auch gut so. Wir sind alle total verschieden und so sind es auch unsere Lebensentwürfe. Um mal kurz beim Osterhasen-Beispiel zu bleiben: Die einen verstecken traditionell eben nur gefärbte Ostereier im Garten, bei anderen Familien gibt es genauso viele Geschenke wie zu Weihnachten. Ja und? Es gibt sie. Menschen, die anders leben und es anders machen. Nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur anders. Sie begehen nicht nur das Osterfest anders, sondern sie haben vielleicht einen anderes gerichteten Kindersitz im Auto, sie kaufen andere Windeln und benutzen eine andere Babytrage. Sie kaufen ziemlich sicher nicht die gleiche Kleidung und wenn sie ein Paar Kinderschuhe shoppen, achten sie möglicherweise auf ganz andere Kriterien. Ja, ich lasse andere Menschen sehr gerne an unserem Leben, an unseren Vorlieben und Ansichten teilhaben. Dafür schreibe ich ja auch diesen Blog. Ich finde es aber genauso toll, wenn mir andere Mamas schreiben, dass sie es vielleicht ganz anders machen. So kann ich mir die für uns passenden Ideen rausziehen und es entweder ausprobieren oder auch zu dem Schluss kommen, dass es eben überhaupt nicht zu uns passt.

ich-botschaften kommen besser an

leben3Wenn ich meinen Mini-Menschen-Kindern lediglich Ostereier im Garten verstecke, einen anders gerichteten Kindersitz habe oder der Meinung bin, dass eine bestimmte Babytrage nichts tauge, dann kann und soll ich meine Ansicht natürlich unbedingt auch mitteilen. Das ist richtig und wichtig. Davon lebt ein Austausch. Trotzdem muss ich dabei nicht missionieren, meine Meinung (als die einzig richtige) darstellen und muss schon gar nicht pöbeln oder andere Lebensweisen abwerten. Ratschläge sind eben auch Schläge und zwar vor allem dann, wenn man sie verteilt, ohne konkret um Rat gebeten worden zu sein. Einfache Ich-Botschaften kommen da sehr viel besser an. Die lassen dem Gegenüber Raum für die eigenen Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse und Lebensentwürfe. Ich versuche jedenfalls meine Vorstellungen nicht anderen überzustülpen. Im realen Leben nicht und auch nicht in meiner Bubble. Was für uns als Familie gut ist, muss für euch noch lange nicht passen. Einfach, weil unser Leben unser Leben ist. Und euer Leben eben eures. Leben und leben lassen. Das Anderssein und Andersmachen akzeptieren und sich trotzdem darüber austauschen. Und wer weiß… Vielleicht liegen unsere Meinungen doch nicht so weit auseinander?

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