kita – schön, aber anstrengend

anstregend1ALLTAGSGESCHICHTE Die letzten zwei Wochen waren für uns alle hier eine wirklich harte Nuss. Der Umzug steckt uns in den Knochen und auch sonst ist in unserer neuen Wohnung noch totales Kisten-Chaos angesagt. Der Kücheneinbau ging erstmal vor und so haben wir beispielsweise noch immer nicht in allen Räumen Licht und das Arbeitszimmer gleicht weiterhin einer Kartonwüste. Es ist noch viel zu tun und trotzdem hat der Alltag uns auch wieder. In den Ferien bleibt unsere Frieda mit uns zu Hause und geht nicht in die KiTa. Wir genießen unsere gemeinsame Zeit einfach viel zu sehr, als dass wir sie noch nicht mal in der stressigen Zeit unseres Umzugs in die KiTa brachten. Zwischendurch war es natürlich sehr anstrengend und da dachte ich auch mal kurz, dass Guido und ich uns da gerade selbst ein Ei legten, aber am Ende war es für uns genau richtig und genau gut so. Wir haben – trotz des Umzugs und des Ein- und Auspacken der Kartons – so viel schöne „Qualitytime miteinander verbracht und kleine Abenteuer erlebt, wie es nur eben ging. Und wenn es der Familienausflug zu IKEA war.

ferien und Mama ist müder als das kind

anstregend2In den letzten zwei Wochen war unser Mini-Menschen-Mädchen kaum k.o. zu kriegen. Reitstunde, Waldspaziergänge, die besagten Shopping-Marathons beim Möbelschweden und auch so ganz normale Sachen wie Spielplatz & Co machten sie schlichtweg nicht sehr müde. Abends war sie oftmals länger fit als ich und während ich Guidos schönster Vorlesestimme lauschte und dabei schnell die Äuglein schloss, war Frieda noch hellwach und wollte nach dem kompletten Kokosnuss-Abenteuer nochmal aufstehen und spielen. Nun sind die Osterferien vorbei, für Guido und mich ging am Montag die Schule wieder los und auch unsere Frieda stiefelt nun morgens wieder in die KiTa. Klar, am liebsten ist unser Mini-Menschen-Mädchen mit uns zu Hause. Die KiTa ist aber auch schön für sie und macht ihr mittlerweile großen Spaß (möchte ich behaupten). Sie liebt die Gemeinschaft in der Zwergengruppe, fühlt sich offenbar sicher und gut aufgehoben und spielt gerne mit ihren Kumpels. Frieda ist inzwischen auch mit Kindern anderer Gruppen lockerer geworden, trifft im Spiel freie Entscheidungen und tritt zuweilen gegenüber anderen Kindern auch sehr selbstbewusst auf. Das finde ich als Mama dieses sonst so introvertierten, besonders empfindsamen Kindes natürlich nicht so verkehrt.

Kita ist (fast) wie zur Arbeit zu gehen

Seit zwei Tagen ist unser Mini-Menschen-Mädchen nun also wieder im KiTa-Alltag angekommen und ist abends so im Eimer und müde, dass bei uns noch vor dem Sandmann das Zubettgehen-Geh-Zeremoniell beginnt. Frieda geht jeden Tag rund 4 Stündchen in die KiTa, aber es ist für sie anstrengend, macht sie müde, fordert und lastet ungemein aus. Dabei machen sie da ja auch keine großen oder gar besonderen Aktionen. Neben Morgenkreis, Frühstück und Co steht ja eigentlich „nur“ das Spielen draußen, etwas malen oder basteln und manchmal Bewegung in der Turnhalle an. Ich schaue unseren kleinen-großen Lieblingsmenschen verliebt an und sinniere darüber, wie anstrengend das soziale Miteinander für kleine Menschen so sein muss. Selbst für mich Erwachsene ist es jeden Tag aufs Neue fordernd mit anderen Menschen auf engem Raum zusammen zu sein, sich auf sie alle einzustellen, zu geben und zu nehmen, sich an gesellschaftliche Regeln zu halten, andere Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen, sich selbst aber auch zu positionieren, seine Meinung zu sagen und sich auch manchmal lauter Gehör zu verschaffen. Wie muss es wohl unseren Kindern da gehen?

Sind eure Kinder auch so k.o. von der KiTa? Oder ist bei euch eher das totale Gegenteil der Fall und sie sind so aufgedreht, dass sie kaum zur Ruhe finden? Wie sind eure Erfahrungen?

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